Biografie

Als „Ikone der Alten Musik“ verehrt ihn die Süddeutsche Zeitung und als „Erleuchtung in einem Meer von Mittelmäßigkeit“ pries ihn die New York Times. Reinhard Goebel ist auf das Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisiert und ist als Vermittler der historischen Aufführungspraxis an moderne Symphonie- und Kammerorchester sowie Alte Musik Ensembles und als unversiegbare Quelle für Repertoireschätze ein weltweit gefragter Spezialist.

Die Saison 19/20 widmet Reinhard Goebel schwerpunktmäßig seinem jahrelangen Forschungs- und Musikprojekt „Beethovens Welt“, in dem er sowohl unbekannte Werke Beethovens als auch seiner Zeitgenossen erforscht und dadurch eine Neueinordnung Beethovens im musikhistorischen Koordinatenkreuz anregen möchte. Dazu erscheint ab November 2019 für Sony Classical ein fünfteiliger CD-Zyklus mit Deutschlands führenden Rundfunkorchestern (WDR, HR, DRP, MRO), darunter vier Weltersteinspielungen.

In der kommenden Saison wird Reinhard Goebel der Artist in Residence beim Mozartfest Würzburg sein. Ausserdem gastiert er unter anderem beim Stavanger Symphony Orchestra, bei den Bamberger Symphonikern, beim Orchestre Festival Bach in Montréal, beim Noord Nederlands Orkest, bei der Tapiola Sinfonietta, bei der Dalasinfoniettan, beim Bournemouth Symphony Orchestra, beim WDR Sinfonieorchester, beim Münchner Rundfunkorchester und mit dem russischen Barockorchester Pratum Integrum im Moskauer Zaryadye Konzertsaal.

Seit Mai 2018 ist er der künstlerische Leiter der Berliner Barock Solisten,
mit denen ihn eine lange künstlerische Zusammenarbeit verbindet.
Die gemeinsame Neuaufnahme der Brandenburgischen Konzerte für Sony Classical (2017) wurde mit dem Opus Klassik 2018 in der Kategorie „Konzerteinspielung Musik bis inklusive 18. Jahrhundert“ ausgezeichnet.

Reinhard Goebel war Gründer und 33 Jahre lang Leiter der legendären Musica Antiqua Köln. Mit seiner Fähigkeit, als Dirigent auf einzigartige Art und Weise die Leidenschaft für Musik mit einer akribischen Quellenkenntnis zu amalgamieren, inspiriert, fesselt und polarisiert er die zeitgenössische Orchesterlandschaft.

Im April 2007 nahm Reinhard Goebel den IAMA Award in London entgegen. Er ist der Preisträger des Bach-Medaille der Stadt Leipzig, die ihm 2017 unter anderem dafür verliehen wurde, dass er pionierhaft und mit „unbändigem Eifer das Repertoire abseits der etablierten Namen erkundet“. 2015 wurde er vom BBC Music Magazine in die Liste der 20 besten Geiger aller Zeiten gewählt.

Stand August 2019